Robuste Cobi Universal-Smartphone-Halterung fürs Gelände

16.10.2017

Jetzt ist es passiert: Bei einer Geländetour mit dem Fahrrad ist das Smartphone durch die Erschütterungen aus der Universal-Halterung von Cobi gerutscht und auf dem Weg geknallt. Das war nicht das erste mal. Und wenn ich nicht die Bluetooth-Kopfhörer am Ohr gehabt hätte, wäre mir der Verlust nicht einmal gleich aufgefallen. Aber so ist nach ein paar Metern die Verbindung abgebrochen und das Übel zeigt sich in seiner vollen Dimension: Das Display-Glas des Samsung Galaxy S8 plus ist vollständig zerstört. Dieser Schaden wurde professionell repariert. Aber es steht auch fest: Die Universal-Halterung von Cobi kann so nicht mehr bleiben. Sie ist für das Smartphone viel zu klein und die Federspannung zu schwach. Das muss sich ändern.

Erläuterung

Zunächst muss ergänzt werden, dass das Smartphone in einem Cover steckt mit integriertem Powerpack. Ohne dieses Cover reicht die Batterieladung des Smartphones mit laufender Cobi-App nicht aus für meine Art von Radtouren. Der Cobi-eigene Akku bietet zwar die Möglichkeit, das Smartphone mitzuladen, aber das ist für ein High-End Smartphone wie das Samsung Galaxy S8 plus zu schwach und außerdem reicht dann der Cobi-Akku mit seiner Ladung für das Cobi selbst nicht für eine 3 Stunden-Tour mit Licht. Die Möglichkeit, den Cobi-Akku und damit auch das Smartphone über den Nabendynamo des Rades zu laden, wurde vom Hersteller angekündigt, aber bisher nicht fertiggestellt.
Durch das Cover mit Powerpack wird das Smartphone allerdings deutlich dicker und schwerer. In dem Fall ist die Universalhalterung von Cobi gleich doppelt überfordert und einfach zu schwach ausgelegt, um das Smartphone stabil über eine Geländefahrt zu bringen.

Montage von vergrößerten Halteschienen

Im ersten Schritt werden die Halteschienen der Originalhalterung von Cobi vergrößert. Dazu kommen zwei Aluminium-Profile aus dem Baumarkt zum Einsatz, die entsprechend zurecht gesägt und verschliffen werden.

Damit diese Schienen nicht selbst abhanden kommen unter dem Druck, werden sie nicht einfach verklebt, sondern mit Holzschrauben in die Original-Halterung befestigt. Dazu muss die Halterung natürlich durchbohrt werden und es ist damit zu rechnen, dass die Werksgarantie für dieses Bauteil entfällt.

Beide Schienen werden mit Schrauben befestigt, so dass der Federmechanismus immer noch ungehindert funktioniert.

Durch diese Schienen kann ein Smartphone mit doppelter Dicke befestigt werden. Die Innenflächen der Schienen können bei Bedarf noch mit einem selbstklebenden Gummi ergänzt werden, damit das Smartphone nicht innerhalb der Montageschienen seitlich rutscht.

Fixierung des Smartphones durch einen Gummiriemen

Für eine richtige Gelände-Tour kann das immer noch zu wenig sein, weil die Federn, mit denen die Schienen das Smartphone einklemmen, recht schwach sind. Deshalb wurde zusätzlich noch ein geeigneter Gummiriemen ergänzt. Die verwendeten Riemen stammen tatsächlich von einer kommerziellen Fahrradhalterung für Smartphones und wurden für die Cobi-Universalhalterung angepasst (Amazon-Artikel).

Damit der Riemen um das Cobi-Gehäuse passt, wurde der Mittelteil mit einer scharfen Schere herausgetrennt (roter Teil im Bild).

Durch die große Öffnung in der Mitte lässt sich der Riemen nun mit etwas Spannung um das Cobi-Gehäuse unter die Universalhalterung legen. Wenn nun das Smartphone zwischen die Halteschienen geklemmt wird, kann es durch den Gummi-Riemen noch fester gehalten werden, indem an den vier Ecken die jeweilige Lasche des Gummi-Riemens um das Smartphone gelegt wird.

Durch diese doppelte Sicherung konnten inzwischen mehrere Radtouren mit Geländepassagen erfolgreich gefahren werden und das Smartphone ist seit dem fest und erschütterungsunabhängig am Lenker angebunden.

Von oben betrachtet sind die vier Gummibänder sichtbar, die das Smartphone stabil festhalten. Diese gehen zwar an den Ecken über das Display, aber die Sicht auf die Cobi-App ist nur leicht eingeschränkt.

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